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Strichbreiten und -stärken bei Füller, Bleistift und Co.

F, M, BB … Haben Sie sich auch schon mal gefragt, was die kryptischen Buchstaben/Zahlen-Kombinationen auf Füllern, Kugelschreibern, Bleistiften und Co. bedeuten? Dass die Abkürzungen etwas mit Strichbreiten oder -stärken zu tun haben, ist bekannt. Aber was steckt eigentlich dahinter? Und warum und wofür braucht man eigentlich welche Breite, Stärke oder Härte?

Strichbreiten bei Füllern

M, BB oder O3B? Was bedeuten diese Abkürzungen auf Füllern? Ganz einfach! Sie bezeichnen die verschiedenen Federstärken (auch Federbreiten), welche die Strichbreite des Füllers bestimmen. Je nach Schreibtyp und Schriftbild sind unterschiedliche Federstärken besser oder schlechter zum Schreiben geeignet. Deshalb bieten Füllerhersteller ein breites Federsortiment an, um so auf die individuellen Bedürfnisse der Schreibenden einzugehen. Wir von Papier Kreis kennen die Unterschiede und beraten Sie gerne dazu!

Gut zu wissen: Die Bezeichnungen/Abkürzungen sind nicht genormt. Jeder Hersteller kann sie selbst festlegen. Die Feder M des einen Herstellers handhabt sich also nicht automatisch genauso, wie die M-Feder eines anderen Herstellers.

Wenn Sie auf der Suche nach einem qualitativen Schreibgerät sind, dann empfehlen wir Ihnen gerne die Produkte von Faber-Castell. Das Unternehmen bietet eine große Bandbreite unterschiedlicher Schreibgeräte an – vom hochwertigen Füller über Bleistiftsets in schicken Blechetuis, bis hin zu Stiften zum Hervorheben oder Kennzeichnen wie Textmarker und Co.. Das deutsche Traditionsunternehmen ist übrigens mit einer Produktion von rund zwei Milliarden holzgefassten Stiften pro Jahr der weltgrößte Hersteller von Bunt- und Bleistiften! Im Warenkundenhandbuch von Faber-Castell erhalten Sie weitere interessante Informationen und Fakten zum Unternehmen sowie zur Herstellung und Funktionsweise zahlreicher Schreibgeräte von Faber-Castell.

Standard Strichbreiten bei Füllern

Eine Nahaufnahme einer Füllerfeder der Stärke M. Der silberne Füller von Faber-Castell liegt auf einem grauen Untergrund. Drumherum sieht man im Anschnitt mehrere schwarze Tintenpatronen, sowie den silbernen Deckel des Füllers. Foto: Johanna Rundel

Die M-Feder ist ein echtes Allroundtalent und daher sehr beliebt.

Federstärken F, M und B sind heute die gängigsten Federbreiten. Sie sind standardmäßig in den meisten Füller verbaut und gelten daher als "normal".

Federstärke F – fein/fine
Die F-Feder ist gerade und hat einen feinen Strich. Sie ist, ähnlich wie die extra feine (EF) Feder, besonders für Schreibende geeignet, die eher kleine Buchstaben zu Papier bringen und dabei eine gerade Handhaltung haben. Mit bloßem Auge ist zwischen einer EF- und einer F-Feder oft kein Unterschied zu erkennen.  

Federstärke M – mittel/medium
M ist die Federstärke mit der meisten Verbreitung. Sie bringt einen gut leserlichen Strich hervor und ist ein echter Allrounder, mit der fast jeder zurechtkommt. 

Federstärke B – breit/bold
Menschen mit einer kräftigen, raumeinnehmenden Handschrift, die eher große Buchstaben hervorbringt, werden mit einer breiten Feder glücklich. Die Breite fördert ein markantes Schriftbild.

Unser Tipp: Testen Sie sich in unserer Schreibwarenabteilung gerne einmal durch die verschiedenen Füller und Füllerspitzen. Haben Sie das für Sie perfekt passende Modell gefunden, sollten Sie es nicht mehr aus der Hand geben. Eine Feder "schreibt sich ein" und passt sich damit an Ihre persönliche Handschrift an.  

Spezielle Stiftspitzen bei Füllern

Drei schwarze Füllerspitzen von Faber Castell liegen auf einem hellgrauen Untergrund. Die verschiedenen Federstärken sind auf der Feder erkennbar (EF, F und M). Foto: Johanna Rundel

Schauen Sie genau hin! Die Abkürzungen finden Sie direkt auf der Füllfeder.

Wer mit seiner Handschrift außerhalb der Norm schreibt, zum Beispiel mit sehr kleinen/großen Buchstaben oder mit der linken Hand, benötigt eine besondere Feder.  

Auch für Schreibanfänger gibt es spezielle Stiftspitzen, die sie beim Schreibenlernen bestmöglich unterstützen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel "Anfängerfüller zum Schreibenlernen".  

Federstärke A – Anfänger
Die meisten Schreiblernfüller haben eine A-Feder. Sie ist mit ihrer kugelförmige Federspitze perfekt auf die Bedürfnisse von Schreibneulingen zugeschnitten. Die Spitze gleitet leicht über das Papier und fördert eine lockere Handhaltung, da sie in alle Richtungen funktioniert.

Federstärke EF – extra fein
Die extra feine Feder empfiehlt sich bei einer geraden Handhaltung und einem eher zierlichen Schriftbild. EF-Federn benötigen wenig Druck und ergeben einen sehr feinen Strich.

Federstärke BB – extra breit/extra bold
Mit einer extra breiten Feder erzielen Sie ein markantes Schriftbild. Perfekt für Menschen, die mit erhöhtem Druck, schwungvoll große Buchstaben schreiben. Eine BB-Feder ist besonders beliebt für Unterschriften.  

Federstärke LH – Linkshänder/left hand
Federn mit dem Zusatz LH sind speziell für Linkshänder konzipiert. Davor steht die eigentliche Federstärke (zum Beispiel „A LH“ für Anfänger + Linkshänder). Die meisten Linkshänder-Federn sind leicht abgeschrägt, da Linkshänder beim Schreiben ihre Hand häufig anwinkeln.

Unser Tipp: Müssen Sie im Job häufig unterschreiben, legen Sie sich am besten einen separaten "Unterschriftenfüller" mit einer breiten oder extrabreiten Feder zu. Damit gehen Ihnen die vielen Unterschriften leichter von der Hand.

Seltene Stiftspitzen bei Füllern

Neben den gängigen Federbreiten gibt es noch einige spezielle Formate, die ein ganz besonderes Schriftbild erzeugen. Die sogenannten O-Federn (schräg/oblique) sind nach links oben angeschrägt. Der Hinweis "O" wird bei der Abkürzung um die Federstärke (F, M, B, BB, 3B) ergänzt.

Menschen, die beim Schreiben das Handgelenk nach links abknicken, kommen mit einer O-Feder gut zurecht. Linkshänder werden dagegen keinen Spaß mit einer solchen Feder haben.

Federstärke OF – schräg fein/oblique fine
Zusätzlich zum O für oblique, gibt das F die Federstärke fein/fine an. Die OF-Feder erzeugt einen sehr feinen Strich und hat kaum Varianz im Schriftbild.

Federstärke OM – schräg mittel/oblique medium
M gibt die Federstärke mittel/medium an. Sie erzeugt ein leicht kalligrafisch wirkendes Schriftbild.

Federstärke OB – schräg breit/oblique bold
B gibt die Federstärke breit/bold an. Mit ihr wirkt die Schrift ebenfalls leicht kalligrafisch, aber etwas dicker.

Federstärke OBB – schräg extra breit/oblique extra bold
BB gibt die Federstärke extra breit/extra bold an. Diese Feder bringt einen markanten, kalligrafisch wirkenden Strich hervor.

Federstärke O3B – schräg extra extra breit / oblique extra extra bold
3B ist eine weitere Steigerung der Federstärke BB. Mit einer O3B-Feder wird der Strich extrem markanten und kalligrafisch.

Unser Tipp: Schriftstücke, die mit einer Oblique-Feder geschrieben wurden, wirken besonders edel und kunstvoll. O-Federn sind deshalb besonders für Glückwünsche, Grußkarten oder Urkunden geeignet.  

Künstlerische Stiftspitzen bei Füllern

Italic-Federn und ausgewiesene Kalligrafiefedern sind spezielle Stiftspitzen für den künstlerischen Umgang mit Schrift. Das hat nicht mehr viel mit gemeiner Handschrift zu tun, sondern gleicht eher einem Malen oder Zeichnen. Sowohl Italic-Federn als auch Kalligrafiefedern sind mit unterschiedlichen Eigenschaften erhältlich.

Außerdem gibt es noch sogenannte "Stub"-Federn, die keine spezielle Breite haben. Sie haben ein flaches Korn, das nur an den Seiten abgerundet ist. Dadurch bringen Stub-Federn eine Vielzahl von Strichvariationen hervor.  

Strichbreiten bei Kugelschreibern und Tintenrollern

Zwei schwarze Kugelschreiber von Faber-Castell liegen waagerecht übereinander angeordnet auf einem hellgrauen Untergrund. Die Kugelschreiberspitzen zeigen auf ein weißes Blatt Papier, auf dem ein schwarzer und ein blauer Kugelschreiberstrich zu den Spitzen hinführen. Foto: Johanna Rundel

Am beliebtesten sind blaue und schwarze Kugelschreiberminen mit einem mittleren Strich.

Kugelschreiberminen sind in sechs unterschiedliche Strichstärken erhältlich: von extra fein bis extra breit.

  • EF – Extra Feinstrich: < 0,3 Millimeter
  • S – Super Feinstrich: circa 0,3 Millimeter
  • F – Feinstrich: circa 0,4 Millimeter
  • M – Mittelstrich (Medium): circa 0,6 Millimeter
  • B – Breitstrich (Vollstrich): circa 0,8 Millimeter
  • XB – Extra Breit: circa 1,0 Millimeter 

Gut zu wissen: Für manche Anwendungszwecke wird ein dokumentenechter Kugelschreiber verlangt, zum Beispiel beim Notar oder für Verträge. Achten Sie in diesem Fall darauf, dass die Mine der ISO-Norm 12757-2 entspricht. Die Farbpaste dieser Minen erfüllt besonders hohe Ansprüche hinsichtlich Licht- und Scheuerbeständigkeit, ist unempfindlich gegenüber chemischen Lösungen und gilt damit als fälschungssicher.

Unser Tipp: Mit den Kugelschreibern von Faber-Castell sind Sie auf der sicheren Seite. Diese sind immer mit einer dokumentenechten Mine ausgestattet.

Tintenroller haben allgemein eine eher feine Strichstärke, die mit den Bezeichnungen F (fein), M (mittel) und B (breit) zwischen 0,4 und 1 Millimeter variiert.

Sowohl bei Kugelschreibern als auch bei Tintenrollern können Sie sich, bei der Auswahl der für Sie passenden Strichbreite oder -stärke, an den Informationen des Füller-Abschnitts orientieren. Denn auch hier gilt: Eine Person mit eher filigranem Schriftbild wird mit einer feinen Stiftspitze besser zurechtkommen. Personen mit ausladender, großer Schrift sind mit einer breiten Stiftspitze besser beraten.  

Strichbreiten bei Bleistiften

Auch auf Bleistiften finden Sie Buchstaben-Zahlen-Kombinationen. Sie geben an, wie hart oder weich seine Mine ist. Die Härte einer Mine ergibt sich aus dem Mischungsverhältnis von Graphit und Ton. Je mehr Graphit in der Mine ist, desto weicher ist sie.

 

  • H = hart (hard)
  • F = fest (firm)
  • HB = mittelhart (hardblack)
  • B = weich (black)  

Die zusätzlichen Zahlen geben den Grad der Härte oder Weichheit des Bleistifts an. So ist zum Beispiel 9B wesentlich weicher als 2B und 8H wesentlich härter als 3H. Das bedeutet: Je höher die Zahl, desto ausgeprägter ist die Eigenschaft. Wenn Sie mehr zu den verschiedenen Härtegraden von Bleistiften wissen wollen oder welcher für welchen Anwendungszweck am besten geeignet ist, lesen Sie doch gerne unseren Magazinbeitrag "Bleistifte: Welche Härtegrade verwendet man für was?".

In der oberen Reihe sieht man nebeneinander die Enden von fünf dunkelgrünen Bleistiften. Sie haben einen goldenen Ring. Auf einer ebenfalls goldenen Fläche sieht man die Bleistiftstärke. In der unteren Reihe sieht man die Bleistiftspitzen. Dazwischen liegt ein Bleistift quer. Auf diesem ist Faber Castell zu lesen. Foto: Johanna Rundel

H für hart, B für weich – in Europa unterscheidet man bei Bleistiften 20 verschiedene Härtegrade.

Ein mit Bleistiften gefülltes Metalletui der Marke Faber-Castell liegt auf einem hellgrauen Untergrund. Auf und neben dem Etui liegen weitere dunkelgrüne Bleistifte verstreut. Foto: Johanna Rundel

Im praktischen Blechetui von Faber-Castell haben Sie die Bleistifte in verschiedenen Härtegraden stets griffbereit.

Strichbreiten bei Druckbleistiften

Auf einem hellgrauen Untergrund liegen zwei dunkelgraue Druckbleistifte von Faber-Castell. Drumherum sind die grauen Behälter aus Plastik mit den verschiedenen Ersatzminen verteilt. Sie haben blaue Deckel. Foto: Johanna Rundel

Dank der immer gleichbleibenden Strichbreite sind mechanische Bleistifte die perfekten Begleiter zum Schreiben oder Zeichnen.

Neben den klassischen, holzummantelten Bleistiften gibt es auch Druckbleistifte, ebenfalls bekannt als Minenschreiber oder mechanische Bleistifte. Diese müssen nicht angespitzt werden. Auf (Knopf-)Druck schiebt sich, ähnlich wie bei einem Kugelschreiber, Stück für Stück eine Mine aus dem Bleistiftgehäuse heraus. Der Vorteil von Druckbleistiften ist, dass die Minen nicht nur verschiedene Härtegrade haben, sondern auch in verschiedenen Strichbreiten erhältlich sind. Das macht sie besonders für Anwendungen beliebt, bei denen es auf jeden Millimeter ankommt – wie beispielsweise für technische Zeichnungen, in der Kartografie oder für Architekturentwürfe.  

Die gängige Strichstärke bei Druckbleistift-Minen ist 0,7 Millimeter. Mit dem relativ feinen Strich und der guten Bruchsicherheit ist diese Minenstärke ideal zum Schreiben. Die 0,7 mm Feinmine ist nämlich fast doppelt so bruchfest wie eine Mine mit einer Strichstärke von 0,5mm! 

Für Schreibanfänger empfiehlt sich jedoch eine breitere, noch stabilere Mine (etwa 1,4 Millimeter) und Härtegrad B. Solche dicken Minen sind auch zum Schattieren in Zeichnungen praktisch. Filigrane Illustrationen gelingen dagegen mit ganz schmalen Minen von 0,35 bis 0,5 Millimetern.

Die Bezeichnung des Härtegrads von Druckbleistiftminen entspricht der von regulären Bleistiften. Die Faustregel für die Auswahl einer Mine lautet: Umso weicher die Mine, desto dunkler ist sie.

2H und H – hart
Geeignet für hZeichnungen im mathematischen oder technischen Bereich. Lässt sich schwer radieren und hinterlässt Rillen/Furchen.

HB und B – mittel
Optimal Schreibmine für den Alltagsgebrauch. Sie eignet sich aber auch zum Zeichnen. Lässt sich leicht radieren, aber nicht leicht verwischen.

2B und 3B – weich
Sehr gut geeignet zum Zeichnen, vor allem für Flächen, zum Schraffieren oder Schattieren. Lässt sich sehr gut radieren und verwischen.    

Bei uns von Papier Kreis sind Sie gut beraten

Sind Sie unsicher, welche Feder- oder Minenstärke zu Ihnen passt oder welcher Bleistift-Härtegrad am besten für Ihr Projekt geeignet ist? Dann kommen Sie doch mal in unserem Geschäft in Hanau vorbei. Wir beraten Sie gerne! Neben einer großen Auswahl an verschiedenen Schreibgeräten, führen wir natürlich auch alle Arten von Ersatzminen, Tintenpatronen sowie alles weitere, was Sie zum hochwertigen Schreiben benötigen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!